Erweiterung Primarschulanlage Lutertal, Bolligen (BE)

Das Areal der Schulanlage befindet sich oberhalb des Ortskerns von Bolligen in einer Süd-Ost-Hanglage, räumlich gefasst durch die Topographie des Lutertals. Der in den 70er-Jahren terrassenförmig angelegte Sichtbetonbau von Felix Wiler stellt eine ausgewogene Komposition aus Kuben dar, die der Topographie des Hanges folgt und in einen grosszügigen Pausenplatz mündet. Mit der Projektierung eines kompakten Erweiterungsbaus am westlichen Zugang des Areals soll ein volumetrischer Auftakt zur gesamten Schulanlage etabliert werden. Gleichzeitig bleibt der bestehende Schulbau in seiner prägenden architektonischen und volumetrischen Identität als abgeschlossene Einheit erhalten. Durch die Anordnung eines neuen eigenständigen Baukörpers wird eine ausgewogene Körnung und Massenverteilung innerhalb des Schulareals angestrebt. Durch die Setzung des Neubaus entlang der Lutertalstrasse wird gegenüber dem Dorf ein angemessener Ankunftsort markiert. Der neue Baukörper folgt der gedrehten Topographie des Tals und besetzt die Hangkante mit Orientierung auf die malerische Parklandschaft. Der architektonische Ausdruck und die Materialisierung, sowie das Öffnungsverhalten der Fassaden wird in Anlehnung an die vorgefundene Bausubstanz vorgeschlagen. Die tragenden Sichtbetonfassaden mit grosszügigen Verglasungen erzeugen eine Verwandtschaft mit dem Bestand, können aber dennoch eine eigene Identität als ergänzender Baustein entwickeln.

Auftragsart: 5. Preis, selektiver Wettbewerb 2011
Bauherr: Einwohnergemeinde Bolligen
Projektteam: Susanne Lüschen (PL)
Visualisierungen: nightnurse images GmbH

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