Erweiterung Altersheim Büren, Büren an der Aare (BE)

Das bestehende Areal des Altersheims in Büren an der Aare liegt eingebettet in einem langgestreckten Wohnquartier, welches den Übergang von der Kleinstadt zur angrenzenden, topografisch ansteigenden Landschaft bildet. Der Projektvorschlag sieht im Wesentlichen mit dem südwestlichen Erweiterungsbau einen örtlich konzentrierten Eingriff vor, welcher den Bestand auf sämtlichen Ebenen betrieblich und räumlich erweitert. Das südliche Neubauvolumen wird als abgestufter, kubischer Baukörper projektiert, welcher dem Verlauf des Terrains folgt und somit dem Betrachter mehrheitlich als zwei- bis dreigeschossiges Volumen erscheint. Die Haupterschliessung der neuen Gesamtanlage des Altersheimes erfolgt nach wie vor vom Burgweg über den zentralen und neu gestalteten Zugangshof. Der neu positionierte Windfang führt nördlich in die vergrösserte Eingangshalle von welcher sich sämtliche Nutzungseinheiten übersichtlich erschliessen lassen. Die vergrösserte Verwaltung mit Empfang und Personalbereiche befindet sich im Westtrakt. Der bestehende, freigestellte Liftkern steht räumlich in Bezug mit dem neuen Personenlift im Erweiterungsbau und spannt im Herz der Gesamtanlage an bestehender Stelle die neue Cafeteria mit direktem Aussenraumbezug auf. Der Mehrzweckraum mit angegliedertem Raum der Stille, die Aktivierung sowie das Sääli knüpfen räumlich an der Cafeteria an und erlauben unterschiedliche betriebliche Bezüge wie auch Ausblicke in die nähere und weitere Umgebung. Die beiden geschützten Gruppen für demente Bewohnende mit jeweils 12 Betten befinden sich im 1. und 2. Obergeschoss des Erweiterungsbaus. In übersichtliche Einheiten zusammengefasste Raumgruppen beschreiben eine allseitig orientierte Gebäudeabwicklung und sind um einen inneren Infrastrukturkern gruppiert. Ebenfalls im 1. und 2. Obergeschoss werden zwei reguläre Wohngruppen mit jeweils 15 Betten im Bestand angeboten. Im 3. Obergeschoss werden die bestehenden 10 Zimmer durch ein verkleinertes Attikavolumen des Erweiterungsbaus um 7 Betten erweitert und bilden die dritte reguläre Wohngruppe. Der architektonische Ausdruck des Erweiterungsbaus greift die im Bestand vorgefunden, bereits angelegten gestalterischen Themen und Farbigkeiten auf, um Neubau und Altbau zu einem neuen Ganzen zu vereinen. Vertikale, geschlossene Wandscheiben wechseln mit ebenfalls vertikal übereinander angeordneten, raumhohen Verglasungen ab und strukturieren den gesamten Neubau. Analog zum Bestand steht der Neubau auf einem massiven Sockel, welcher in der topografischen Hangsituation vermittelt.

Auftragsart: 2. Preis, selektiver Wettbewerb 2017
Bauherr: Altersheim Büren an der Aare
Projektteam: Krzysztof Czech
Visualisierungen: Studio12

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